Wie wir wurden was wir sind

Foto: Chorleiter Ernst Salig

Im Jahr 2018 feierte unsere Gemeinde Schönewörde ihr 700jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Gesangsverein Polyhymnia bereits aufgelöst. An unserem heutigen Vorsitzenden Ernst Salig wurde die Bitte herangetragen, ob er nicht für diesen Anlass, einen Chor zusammenstellen könne. Tatsächlich hat er einige Männer gefunden, die bereit waren, im Projektchor mitzumachen. 

 

Es wurde der Wunsch geäußert das, vom ehemaligen Schönewörder Schulmeister Erich Täder komponierte, Lied „Noch einmal möcht ich schauen dich du schöne braune Heide“ beim Dorffest vorzutragen. Der Auftritt beim Jubiläum war, wieder erwarten, ein großer Erfolg. Wir wurden mit viel Lob und Beifall überschüttet. 

 

Schon die intensiven Chorproben hatte Allen viel Spaß gemacht. Das lag zum einen an der tollen Stimmung in der Truppe. Den Hauptanteil am Erfolg hatte aber unser engagierter Chorleiter Ernst Salig (Betzhorn). Gleich bei der Nachbesprechung an der Theke stand fest: Wir machen weiter! Allerdings mit einer Einschränkung: „Nicht ohne unseren Chorleiter“. 

Es waren keinerlei Verhandlungen nötig. Ernst, jenseits von Ise und Bruno, sagte ohne Zögern zu. Seitdem ist Ernst Salig (Betzhorn) unser Chorleiter. Unter seinem Dirigat haben wir nicht nur an Quantität sondern auch an Qualität zugelegt. Wir singen 4-stimmig und haben inzwischen 130 Notensätze mit unterschiedlichem Liedgut in unseren Mappen.

Vom Weihnachts - bis zum Seemannslied (natürlich stielgerecht im Finkenwerder Fischerhemden), von der gefühlvollen Ballade „Lilly Marleen“ bis zum „Hammerschmidt“ können wir fast jeden Musikgeschmack bedienen. Im Moment arbeiten wir, sehr intensiv, am Creedance Clearwater Revival-Song "Bad Moon Rising"

 

Der Applaus bei unseren Auftritten ist aber jede Mühe wert. Natürlich kommt auch Spaß und Geselligkeit nicht zu kurz. Nach jeder Chorproben werden am runden Stammtisch die großen und kleinen Probleme dieser Welt gelöst. Grillabendende, das Ausschießen des Kiebitz-Königs und die Weihnachtsfeiern sind nur einige unserer Aktivitäten im Jahresablauf. Das bisher größte Erlebnis war unsere Fahrt ins Allgäu, verbunden mit einem Gastauftritt beim Bodensee-Sängerkreis im Hof der ehrwürdigen Meckatzer Brauerei. 

Hier haben wir uns (nach einer verkorksten Generalprobe) bestens präsentiert. Ein Konzertbesucher brachte auf den Punkt: „Ihr seid richtige Rampensäue“. Kann es ein größeres Lob für einen Chor geben?